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LEADER Gesamtworkshop
Die Wittgensteiner LEADER-Bewerbung nimmt Formen an. Am Montagabend sprachen die Teilnehmer des Gesamtworkshops über die Ideenvorschläge. Foto: Björn Weyand


An Ideen mangelt es in Wittgenstein nicht

LEADER-Antrag nimmt Form an

Schameder. Bereits 70 Handlungsvorschläge sind eingegangen. Aus der Vielzahl von Vorschlägen sollen nun Dachprojekte gebildet werden.

bw - Derzeit ist die Wittgensteiner LEADER-Bewerbung ein Wunschkonzert. Bürger können bis Mitte November ihre Ideen einbringen. Bis Montag waren bereits 70 Handlungsvorschläge eingegangen. An Ideen mangelt es also nicht, allerdings geht es in den kommenden Wochen darum, die Vorhaben auf die Möglichkeit einer Realisierung zu prüfen. Das Konzept müsse nun Profil bekommen, betonte Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmanagement. Aus der Vielzahl von Vorschlägen sollen Dachprojekte gebildet werden, sagte der Betreuer des Wittgensteiner Bewerbungsverfahrens am Montagabend beim Gesamtworkshop, bei dem die Fäden aus den drei Spezialveranstaltungen im September zusammen liefen. Rund 50 Bürger trafen sich im Sitzungssaal des Unternehmens Brandschutz Kuhn im Industriepark Wittgenstein.

Vier Handlungsfelder haben sich in den Workshops herauskristallisiert:

  • Versorgung und Integration: Darunter fallen Nahversorgung, auch in den abseits liegenden Dörfern, die Gesundheitsversorgung und die Mobilität. Wie können künftig die bestehenden und zu erwartenden Versorgungsengpässe minimiert werden? Wie können bedarfsgerechte Mobilitätsangebote geschaffen werden?
  • Zusammenleben in Dörfern und Stadt:  Dabei geht es unter anderem um bürgerschaftliches Engagement, um die Vernetzung des Vereinslebens, um eine Verbesserung von Lebensqualität und nicht zuletzt um die Fachkräftegewinnung. Ebenso sollen Betriebe, Kirchengemeinde, Dorfgemeinschaften und Vereine sich besser vernetzen. Auch Treffpunkte in den Ortschaften sind denkbar.
  • Tourismus und Regionalmarketing: Es gibt viele Ideen, wie sich Wittgenstein besser "verkaufen" könnte. Grundsätzlich, so Vera Lauber, die ebenfalls an der Ausarbeitung der Bewerbung arbeiter, stelle sich jedoch die Frage, welche touristische Zielrichtung die Region habe? Weitere Übernachtungsmöglichkeiten für Zielgruppen könnten geschaffen werden.
  • Klimaschutz und Energiegewinnung in Ortsteilen:  Energieaufwändige Gebäude könnten saniert werden, der Ausbau erneuerbarer Energien und der Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung sei ebenfalls denkbar.
 

Quelle: Siegener Zeitung

 

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